
Ich dachte lange,
ich hätte alles.
Ich hatte Erfolg. Ich hatte Möglichkeiten. Familie. Tollen Mann. Ich bin gereist, habe mir ein schönes Leben aufgebaut und durfte erleben, was es bedeutet unabhängig zu sein und etwas aus eigener Kraft zu erschaffen.
Von außen sah mein Leben
längst nach dem aus,
was viele sich wünschen.
Und trotzdem gab es in mir
diese leise Sehnsucht.
Nicht nach noch mehr Erfolg.
Nicht nach noch mehr Anerkennung.
Nicht nach dem nächsten Ziel.
Sondern nach einem Zuhause,
in dem ich mich wirklich
fallen lassen kann.
Nach einer Beziehung,
in der ich stark sein darf und
mich gleichzeitig nicht
stark halten muss.
In der ich mich nicht erklären muss,
warum ich etwas fühle.
In der ich nicht beweisen muss,
dass meine Wahrnehmung richtig ist.
In der ich
einfach
ich sein darf.
Eine Frau, die führt.
Eine Frau, die Entscheidungen
trifft und Verantwortung übernimmt.
Eine Frau, die kraftvoll und klar ist.
Und gleichzeitig eine Frau,
die einfach sein darf.
Wild. Verspielt. Sinnlich. Weich.
Mit all ihren
Facetten.
Und dafür nicht weniger geliebt wird.
Sondern noch mehr wirklich gesehen.
Noch mehr gewollt.
Noch mehr begehrt.
Früher suchte ich die
Antworten im Außen.
Wenn es in meiner Beziehung
schwierig wurde, waren meine Fragen:
Warum versteht er mich nicht?
Warum ist das so anstrengend zwischen uns?
Warum sieht er nicht, was ich brauche?
Warum spüre ich keine Wertschätzung?
Warum muss ich mich ständig erklären?
Ich wollte verstanden werden.
Ich wollte, dass mein Mann mir vertraut
und mich so annimmt wie ich bin.
Ich wollte mich endlich entspannen
und mich wichtig fühlen.
Und lange glaubte ich, dass sich etwas
im Außen verändern müsste,
damit ich mich endlich so fühlen kann.
Bis ich irgendwann verstanden habe:
Mein Partner war nie das Problem,
das ich lösen musste.
Er war mein
ehrlichster
Spiegel.
Nicht, weil er immer alles
richtig gemacht hätte.
Sondern weil unsere Beziehung
mir sichtbar machte,
wo ich mich selbst
noch verlassen hatte und aus meinen
Muster immer reagiert habe.
Wo ich mich beweisen wollte.
Wo ich meine Sicherheit
im Außen suchte.
Wo ich versuchte über Kontrolle, Leistung, Anpassung
oder Erklärungen etwas herzustellen,
wonach ich mich im
Innersten längst sehnte:
Mich sicher genug
zu fühlen, um
einfach ich zu sein.
Der Wendepunkt war nicht, dass ich einen anderen Mann bekam.
Und ja, ich war kurz davor, zu gehen.
Der Wendepunkt
war, als ich begann,
eine andere
Frau zu werden.
Ich begann,
mich selbst wirklich zu sehen.
Meine Gefühle nicht mehr wegzudrücken, sondern durch sie hindurch zugehen.
Mich selbst emotional zu halten.
Mir selbst zu vertrauen.
Wahrzunehmen,
was in mir wirklich geschieht,
ohne sofort im Außen
eine Lösung dafür zu suchen.
Zu erkennen, ob seine oder meine Muster gerade aktiv sind.
Bei mir zu bleiben und immer
wieder neu zu wählen:
Wie möchte ich sein?
Wer bin ich in diesem Moment?
Was ist wirklich wahr für mich?
Je mehr ich bei mir blieb,
desto weniger musste ich
im Außen etwas erzwingen.
Und genau dort begann sich
meine Beziehung zu verändern.
Nicht über noch mehr Beziehungswissen.
Nicht über perfekte Kommunikation.
Nicht weil mein Partner
sich verändert hätte.
Sondern über eine
Veränderung in mir.
Heute stelle ich andere Fragen:
Wie kann es noch schöner werden?
Wie kann ich unsere Nähe
noch mehr genießen?
Wie viel leichter darf
es noch werden?
Früher wollte ich, dass mein Mann
endlich sieht, was ich brauche.
Heute genieße ich, dass wir uns begegnen können,
ohne dass ich mich dafür verlieren muss.
Heute schaue ich meinen Mann an
und denke nicht:
Wie bekomme ich von ihm,
was mir fehlt?
Sondern:
Wie viel mehr von diesem
Leben möchte ich mit
ihm genießen?
Wie können wir noch
mehr lachen?
Noch mehr
Nähe erleben?
Noch mehr
Leichtigkeit spüren?
Noch mehr verrückte,
spontane, sinnliche
und wunderschöne
Momente genießen?
Meine Beziehung ist
heute kein Projekt mehr,
das ich optimieren muss.
Sie ist ein Ort,
an dem einfach
ich sein darf.
Und vielleicht
ist genau
das für mich
die größte
Form von Erfolg.
Ich möchte nicht zwischen
Erfolg und Liebe wählen.
Nicht zwischen Stärke und Weiblichkeit.
Nicht zwischen Freiheit und Nähe.
Ich will beides.
Ich will die kraftvolle Frau sein.
Und die Frau, die sich in die Arme ihres Mannes fallen lassen kann
und von ihm genussvoll führen lässt.
Ich will klar und weich sein.
Ich will Businessfrau sein und
manchmal einfach albern und kindisch.
Ich will führen und
mich hingeben können.
Ich will unabhängig sein und mich
gleichzeitig tief geliebt,
begehrt und gewählt fühlen.
Nicht entweder oder.
Sondern ganz.
Und genau diese Ganzheit ist für mich heute wahre Erfüllung.
Denn was bringt mir beruflicher Erfolg,
Status oder finanzielle Freiheit,
wenn ich es nicht genießen kann und
am Ende nicht auch dort ankomme,
wo mein Leben wirklich stattfindet?
Zu Hause.
In meiner Beziehung.
In meinem Körper.
In mir.
Heute weiß ich:
Eine erfüllte Beziehung bedeutet
für mich nicht,
dass immer alles perfekt ist.
Sie bedeutet, dass ich mich selbst
nicht mehr verlassen muss,
um verbunden zu sein.
Dass ich mich zeigen kann.
Mit all meinen großen Visionen
und mit all meinen kleinen und verrückten Seiten.
Und dass genau diese
Frau geliebt wird.
Nicht obwohl sie all das ist.
Sondern weil sie all das ist.
Das ist die Beziehung,
nach der ich mich
früher gesehnt habe.
Und heute
lebe ich sie.
Deshalb begleite ich heute Frauen,
die im Außen viel tragen, führen
und aufgebaut haben
und privat nicht länger zwischen
ihrer Stärke und ihrer Sehnsucht
wählen wollen.
Sondern erleben möchten,
wie es ich anfühlt,
wirklich bei sich anzukommen.
Denn ich glaube heute
nicht mehr daran,
dass wir unser Zuhause
im Außen finden müssen.
Unser Zuhause
beginnt in uns.
Und wenn eine Frau
dort wirklich ankommt,
verändert sich ihre ganze Welt.
Und manchmal schaue ich heute
meinen Mann an und denke nur: